Aye, a wee trip..

Walking the West Highland Way

95 Meilen durch die schottische Wildnis, bergauf und bergab, mit Rucksack und Zelt allen Wettern trotzen. Gestartet sind wir in Milngavie bei strahlendem Sonnenschein. Am zweiten Morgen weckt uns das Prasseln der Regentropfen auf dem Zelt… Den ganzen Tag regnet es Bindfäden, irgendwie sind auch kaum Wanderer unterwegs.. Angeblich sind hier 50.000 Hiker pro Jahr, wo sind die denn alle??

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Hier die Kurzform meines Reisetagebuches:

DAY 1 | Glasgow, early afternoon train to Milngavie
hike 11 miles, camp @ Easter Drumquhassle Farm
..sunny day

DAY 2 | wake up at 7, heavy rain
got lost after breakfast and shopping in Drymen, Conic Hill
dry clothes, have snack + coffee @ Balmaha
hike 10 miles, camp @ Cashel
..rain all day – can’t get worse…

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DAY 3 | heavy storm at night
lunch @ Rowardennan shelter
hike 12 miles, shower, warm supper & stay @ wonderful bunkhouse Inversnaid (dryroom 🙂 )
..rain all day

DAY 4 | great scottish breakfast
hike 13 miles, camp wild @ above junction to Crianlarich
rainy morning, cleared up early afternoon

DAY 5 | hike 12,5 miles
camp wild @ Clach a Bheinn, 1 mile to Bridge of Orchy
cool river bath
..clouds, no rain – but midges!! ahhhhh..

DAY 6 | hike 12 miles, cross wilderness for 9 miles
camp @ midgy Glencoe Mountains Ressort, 1 mile left to Kingshouse
..rain, clouds, even sun 🙂

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DAY 7 | hike 11,5 miles, devil’s staircase – highest point of the trail
camp wild @ 1,5 miles after Kinlochleven (campfire)
..clouds, no rain

DAY 8 | hike 11 miles, DONE!
campsite @ Glen Nevis (no vacancies at hostel)
supper @ restaurant
..rain, rain, rain, oh and wind..
..no place to rest..

10|So|17.08.2014
move to youth hostel @ Glen Nevis
laundry, shopping in Fort William
..weather too bad to climb Ben Nevis, cloudy, drizzle, showers..

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Dieses Mal war die Wanderung wirklich eine Herausforderung. Trotz entsprechender Ausrüstung und Vorbereitung bringt einen das schottische Wetter manchmal an den Rand des Ertragbaren.. Grenzerfahrung eben.. Aber genau deshalb machen wir es ja. Outdoorurlaub ist ja dazu da, sich den ganz existentiellen Dingen des Lebens bewußt zu werden und das luxuriöse Leben zu Hause wieder mehr zu schätzen. Da kann uns ja ein bißchen Regen nicht schocken 😉

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Isle of Skye

Jetzt kommt der angenehme Teil der Reise: Wir nehmen einen Bus nach Inverness, wo wir am nächsten Tag unseren Mietwagen abholen. Ein easy travel&relax-day also, bevor es morgen losgeht Richtung Isle of Skye.

Wir machen einen Abstecher zum Eilean Donan Castle, das fast am Wegesrand liegt:

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Am Abend, aber noch nicht zu spät, erreichen wir den Startpunkt der Wanderung zum Old Man of Storr. Es sind wenige Wanderer unterwegs, die meisten sind auf dem Rückweg, also haben wir den mystischen Ort fast für uns allein. Wir warten im Auto noch den letzten kräftigen Schauer ab und laufen dann in schöner sonniger Abendstimmung los und den steilen Pfad hinauf zu den freistehenden Felsnadeln.

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Hinter uns zieht schon wieder eine dicke schwarze Wolke auf.. Aber wir schaffen es einigermaßen trocken, kraxeln hoch zum Fußpunkt des Old Man und harren aus auf der Windschattenseite des Felsen.

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Am nächsten Morgen erreichen wir über eine schmale single track road die Quiraing Mountains im Norden der Halbinsel. Wir brechen zu einer kleinen Wanderung auf, rechnen mit wechselhaftem Wetter und sind für alles gerüstet.. Für die 7 km brauchen wir fast 4 Stunden. Zuerst führt der Weg Richtung Norden entlang der mächtigen Klippen bis zu einem Aussichtspunkt etwas abseits des Weges. Der Rückweg liegt dann auf dem Cliff…

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Nächstes Ziel ist das Lighthouse Neist Point.

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Am einsam gelegenen Leuchtturm im Westen von Skye wurde noch vor einigen Jahren ein Gasthaus betrieben, das allerdings mittlerweile wegen Unwirtschaftlichkeit geschlossen ist. Teilweise waren die Türen offen, so dass wir einen Blick hineinwerfen konnten in die unbewohnten verlassenen Zimmer, die so aussahen, als ob doch vielleicht nochmal jemand zurückkäme…

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Gegen Abend fahren wir noch weiter nach Süden, wo wir am nächsten Morgen zu den Fairy Pools am Fuße der Black Cullins Gebirgskette wandern wollen. Leider ist das Wetter mal wieder nicht auf unserer Seite und wir werden 2mal richtig nass, bevor wir den ersten Wasserfall erreichen. Durch die starke Strömung entstehen Aushöhlungen/Pools in den Felsen. Das Wasser des Flusses ist extrem klar und (bei schönem Wetter) auch tiefblau, ein wahres Badeparadies.

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North West Highlands

Jetzt sind wir im wahren Schottland. Abseits der Touristenströme fahren wir der Sonne entgegen durchs Tal entlang Loch Maree in Richtung Ullapool. Hier könnte man auch ein paar Tage verbringen..

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Eine verpasste Abfahrt führt uns in einsame Stranddörfer mit karibischen Buchten und schließlich zum wunderbar auf der Klippe gelegenen Lighthouse Stör.

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An der nordwestlichsten Spitze des Festlandes befindet sich der Balnakeil Graveyard.

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Heather Campsite bei Bettyhill..

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Dann geht es langsam wieder Richtung Süden. Wir fahren quer durchs nahezu unbesiedelte Hochland auf Helmsdale an der Ostküste zu.

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Heather soweit das Auge reicht bei der Dorfruine Bad Bea an der Ostküste.

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und in der Ferne schon wieder Regen..

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Die letzte Outdoor-Nacht im Zelt.. Wir entscheiden uns für eine Klippe mit toller Aussicht am Lighthouse Tarbat Ness.

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Edinburgh

Zum Abschluss gab es dann noch zwei sonnige Tage im schönen Edinburgh. Und schon wieder ist der Urlaub viel zu kurz gewesen…

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2 Comments

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  1. Die Highlands sind wirklich große klasse. Ich habe nur grad gemerkt, dass ich damals 2007 einen wunderbaren Teil von ihnen verpasst habe. Doch das ist nur natürlich, weil ich mit Bus und Bahn unterwegs war. Über Fort William und Malaig kam ich auch nach Skye, brach dann aber direkt auf nach Inverness und dann wieder zurück nach Edinburgh, natürlich nicht ohne in Scone einen Zwischenstopp einzulegen, dem Ort an dem die schottischen Könige gekrönt wurden, wenn ich mich recht erinnere.
    Ich wünsche weiterhin viele schöne Urlaube.

    • Vielen Dank claowue! Ja, die Nord-West-Highlands sind schon beeindruckend und herrlich dünn besiedelt 🙂 Das gute daran ist aber: die laufen ja nicht weg, da kann man immer wieder hin, wenn man einfach mal ein bißchen Wind um die Nase herum braucht!

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